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i. O.

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“For The Masses”
support APRIL

07.10.2008, 21:00 Uhr   TICKETS
Dresden, Scheune


Vorgeschichte. Erfolge, Enttäuschung, Neubeginn.

Deutschland war geschockt. Deutschland bedauerte und beklagte Ende 2003 die Auflösung der erfolgreichsten heimischen Alternativerock-Band aller Zeiten. Die Guano Apes hatten sich überlebt, die Summe der Teile bildete keine Einheit mehr, sondern stieß sich ab. Eine Ära ging zu Ende, auch für die deutsche Rockmusik. Denn die Guano Apes hatten bewiesen, wie man über Jahre und mehrere Alben mit aufrichtiger, energetischer Rockmusik außergewöhnliche Erfolge feiern kann. Das Abschiednehmen fiel nicht leicht – weder den Fans noch der Band. Und doch wohnt jedem Ende ein neuer Anfang inne. Doch was kam dann? Bassist Stefan Ude zeugte Kinder und genoss ein aktives Privatleben, Drummer Dennis Poschwatta trieb sein eigenes Musikprojekt Tamoto voran, und Gitarrist Henning Rümenapp kümmerte sich um den künstlerischen Nachwuchs, unterstützte Musikförderprojekte, betätigte sich als Juror und dozierte in Coachings über die Musik und ihre Branche. Gute Beschäftigungen allesamt – für Blutsmusiker aber nicht ausfüllend.

Die Geschichte wird fortgeschrieben. Die Kraft der Gegensätze erhebt sich.

So fanden sich die Drei gerade mal drei Monate nach dem offiziell verkündeten Split erstmals wieder gemeinsam im Studio ein. „Wir haben dabei überhaupt nicht an eine neue Band gedacht, sondern hatten einfach Bock, was zu machen“, sagt Henning. Danach gab es immer wieder
Auszeiten und Begegnungen, locker fließende Kreativität und den Rückzug ins Private. Bis Dennis 2006 auf einer Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Musikmesse auf den Soulsänger Charles Simmons stieß, einen 1991 nach Deutschland emigrierten Ami, der bereits in zahlreichen
Black Music-Projekten Erfolge und Erfahrungen sammeln konnte – so unter anderem als Teil der 3P-Posse um Moses Pelham. Die beiden kamen ins Gespräch, und Charles gab zu, dass „ich nach all den Club- und Black Music-Projekten große Lust hatte, mal etwas mit viel Energie und Druck zu machen. So richtig in your face.“ Damit war er bei den anderen Drei gut aufgehoben. iO waren geboren. Wie gut diese Melange der Gegensätze funktionierte, belegten in bestechender Form auch die gut 50 Konzerte, die iO seitdem spielten. Konzerte, die sich wiederum auf das nun vorliegende Debütalbum auswirkten. Ihre Musik ist beseelt von großen Spannungsbögen, lebt von einer intensiven Live-Energie und druckvollen Präzision. Die drei Instrumentalisten, die, wie Henning sagt, „über die letzten eineinhalb Jahrzehnte wie Brüder, wie eine Familie wurden“, sind absolut perfekt aufeinander eingespielt. Sie kennen das Spiel mit Dynamik, Intensitätsschwankungen und kontrollierten Brüchen. Und so geben Henning, Dennis und Stefan ihrer ‚neuen’ Stimme Charles enorm viel Raum, ihre ganze
Pracht zu entfalten. Jener beweist, was in ihm steckt: Von fragilen Momenten zarter Sinnlichkeit bis zur massiv rausgeshouteten Message geht die stimmliche Reise – eine musikalische Reise durch den tighten Rock, wie man sie heute nur selten hört.


Externe Links:

www.io-rocks.com